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Wohlstand durch Arbeit - der deutsche Staat verhindert dies

Deutschland, so heisst es, ist ein reiches Land. Doch wie geht es dem „Normalverdiener“, der täglich zur Arbeit geht? Kann er sich mit seiner Arbeit Wohlstand schaffen oder gar reich werden?

Die nüchternen statistischen Zahlen des Jahres 2018 beweisen das Gegenteil:

Durchschnittliches Bruttomonatsgehalt aller Arbeitnehmer:  2948 €.

Abzüge Steuern und Sozialversicherungsbeiträge netto ca: 1911 €.

Abzüge also 35 %

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Durchschnittliches Bruttomonatsgehalt eines vollzeitbeschäftigten Arbeitnehmers: 3880 € und netto ca. 2.380 €.

Abzüge also ca. 39 %

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Jeder Dritte verdient brutto weniger als 2500 € brutto.

Das sind ca. 1675 netto.

Abzüge also ca. 33 %

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Noch klarer wird die Realität, wenn man „durchschnittliche“ Berufe betrachtet.

 

Ein/e Bürokaufmann/frau verdient brutto ca. 2.000 € = 1.400 netto, eine Arzthelferin und eine Verkäuferin verdienen ca. 1.900 € = 1.450 nette, ein/e Bankkaufmann‘/frau ca. 3.100 € = 1.990.

Eine Person braucht in Deutschland statistisch im Durchschnitt mindestens 1042 € monatlich zum Leben. Die Zahl ist unseres Erachtens unrealistisch niedrig.

Die Miete wird darin mit über 40 % als der grösste Posten angesetzt. In Ballungsgebieten wie München, Frankfurt, Köln, Düsseldorf, Hamburg und weiteren teuren Städten reichen aber 500 € Miete pro Monat bei weitem nicht aus. Für Verkehrsmittel sind ca. 170 € einkalkuliert, womit sich nur knapp ein kleiner Pkw finanzieren lässt, ohne Rücklagen für eine Neuanschaffung.

Wieviel kassiert der Staat vom Konsum?

  • Bei Lebensmitteln 7 %, von 170 € = 12 €.
  • In 200 € Bruttoaufwand für Freizeit, Kultur, Kommunikation sind 32 € = 19 % Umsatzsteuer enthalten, die an den Staat fliessen.
  • Auf Benzin erhebt der Staat bei einem Preis von 1,55 € ca. 1 € an Abgaben (Mineralsteuer, Erdölbevorratungsbeitrag und Umsatzsteuer), für einen Liter Diesel zum Preis von 1,36 € sind es ca. 0,80 €.
  • Bei 50 Litern = einmal tanken im Monat sind es also zwischen 40 und 50 €.
  • Das Geld für öffentliche Verkehrsmittel fliesst an die Kommune oder ihre Betriebsgesellschaft.

Das heisst: Wenn der Bürger sein mit hohen Steuern und Sozialabgaben belastetes Einkommen ausgibt, kassiert der Staat nochmals durch indirekte Steuern erheblich. Bei jedem Liter Benzin, bei jedem Restaurantbesuch. Und die Einnahmen für öffentliche Verkehrsmittel, öffentliche Schwimmbäder und weiteres fliessen in der Regel ohnehin in die Kassen der Kommune – also ebenfalls zum Staat.

Selbst dem Durchschnittsverdiener mit 2.300 € netto bleiben, wenn er sich auf die notwendigsten Ausgaben mit einer Mini-Wohnung, billigen Lebensmitteln, einem kleinen Auto beschränkt, nur ca. 1.250.- verfügbares Einkommen.

Wohnt er, wie viele Menschen, weit entfernt vom Arbeitsplatz und braucht er täglich seinen Pkw, so muss er zusätzlich Geld für eine Neuanschaffung und Reparaturen zurücklegen.

Angesichts der Wohnungsmieten selbst in vielen Mittelstädten, wird klar:

Der Arzthelferin oder Verkäuferin mit 2.000 € brutto = 1.300 € netto reicht ihr gesamtes Einkommen zum Leben als „Single“ kaum aus. Will sie in Urlaub fahren oder braucht sie ein neues /gebrauchtes Auto, geht das nur mit einem Zweit-Job.

Erst ab brutto 5.000 € Einkommen kann sich ein Arbeitnehmer finanziell etwas „bewegen“. Doch das verdienen nur ca. 13 % aller Arbeitnehmer in Westdeutschland und ca. 6 % aller Arbeitnehmer in den neuen Bundesländern.

Wie sieht es mit der Rente aus?

Im Jahr 2018 erhielten Rentner in Deutschland im Durchschnitt 906 € monatlich.

Selbst wenn ein Rentner 45  Jahre in die Rentenkasse einbezahlt hat, bekommt er nur 1311 € brutto.

Die sogenannte Regelaltersrente betrug durchschnittlich 638 € monatlich.

Und: Die Renten sind ebenfalls zu versteuern! Das wirkt sich vor allem bei Rentnern mit zusätzlichen Einnahmen aus. Wer ins Alten- oder Pflegeheim muss und die eigene Wohnung oder das eigene Haus vermietet, überschreitet den Steuerfreibetrag. Auf die Renten und die Miete fällt Einkommensteuer an.

Also muss jedermann selbst vorsorgen! Aber wie?

  • Die staatlich geförderte private Altersversorgung, genannt Riester-Rente, stellte sich, wie von Fachleuten vorhergesagt, als Flop heraus.
  • Denn die verpflichtende Kapitalgarantie kostet erheblich Rendite. Angesichts der Niedrigzinsen ist das Prinzip, Sparbeiträge ertragsbringend und damit mit Zins- und Zinseszinsen anzulegen, zunichte gemacht.
  • Für 100 € monatliche, private Rente, 20 Jahre garantiert, beginnend mit 67, müssen ca. 30.000 € angespart werden.
  • Für 500 € monatliche, private Rente sind es 150.000 €.

Für den Normalverdiener ist das eine Illusion!

Betrübliches Fazit:

  • Der deutsche Staat verlangt von seinen Bürgern während des Arbeitslebens so viel, dass die weitaus meisten Arbeitnehmer nicht mehr sparen können.
  • Bei einem grossen Teil der arbeitenden Bevölkerung reicht das Netto-einkommen gerade auch, das tägliche Leben zu finanzieren.
  • Ein Einzelverdiener kann heute mit den durchschnittlichen Einkommen nicht mehr allein seinen Ehepartner oder gar Kinder ernähren.
  • Anschaffungen (Auto oder Urlaube) sind für einen grossen Teil der Menschen nur noch über eine zweite Arbeitsstelle möglich.
  • Für „Durchschnittsverdiener“ und sogar für sog. „Besserverdienende“, die ab 5000 € brutto monatlich dem Spitzensteuersatz unterfallen, ist die Bildung von Vermögen eine Illusion.

Unsere klare Aussage: Nicht der viel diskutierte Klimawandel raubt der jungen Generation die Zukunft.

Es ist – viel direkter – der gierige Steuer- und Abgabenstaat, der jungen Menschen die finanzielle Zukunft raubt. Und zudem raubt er

dem grössten Teil der arbeitenden Generation bereits die finanzielle Gegenwart.

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