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Und wenn ja, unter welchen Umständen?

Als die deutsche Commerzbank mitten in der Coronazeit Ihre Nachricht platziert, sie streiche weitere 10.000 Stellen, interessiert das ausser den Angestellten, die ihren Arbeitsplatz verlieren, nur wenige. Es überrascht auch nicht. Viele junge Menschen haben überhaupt kein Konto bei stationären Banken. Und wenn, dann nutzen sie es ausschliesslich online. Auf Personal in den Filialen können sie daher verzichten. Für sie wird nichts besser oder schlechter. Banken und ihre Schalterhallen sehen sie eher als Relikte. Immer mehr Menschen fast allen Alters tätigen ihre Bankgeschäfte und Geldanlagen, vor allem Wertpapierkäufe, längst bei den kostengünstigeren Online-Banken und -Brokern. Zu dieser Entwicklung haben die stationären Banken durchaus opportunistisch selbst beigetragen: Sie haben ihre Kunden seit Jahren dazu gedrängt, die alltäglichen Bankgeschäfte, wie Überweisungen, online und Ein- und Auszahlungen am Bankautomaten zu tätigen.

Der Internetalltag und das oft blinde Vertrauen vieler Anleger in die „virtuelle Welt“

Geldgeschäfte via Internet sind längst unser Alltag. Auch die stationären Banken und deutschen Sparkassen haben schon vor Jahren ihre Kunden dazu gedrängt, Überweisungen, Daueraufträge und weitere Bankgeschäfte nicht mehr am Schalter, sondern online zu tätigen. Die Schalterkunden sind eine aussterbende Altersgruppe. Sorgen bezüglich der Sicherheit unserer Vermögen haben wir nicht, weil wir wissen: Unsere Bank existiert tatsächlich und unterliegt der staatlichen Bankenaufsicht.

Vor allem im Wertpapiergeschäft haben Online-Banken weltweit in den letzten Jahren erhebliche Marktanteile gewonnen mit steigender Tendenz. Corona hat auch im Bankensektor die ohnehin dynamische Entwicklung „zum Internet“ und damit in die „virtuelle Welt“ beschleunigt. Der schnelle Erwerb mancher ausländischer Aktien ist über spezialisierte, oft im Ausland ansässige Online-Banken deutlich schneller möglich. Die Provisionen sind deutlich niedriger als das standardmässige eine Prozent des Anlagevolumens bei Kauf und Verkauf von Aktien im stationären Bankensystem.

Der vorläufige „Höhepunkt“: Das Demonstrationsverbot in Berlin

Wir haben seit Beginn der Coronakrise mehrfach auf die Gefahren für die Demokratie und den Rechtsstaat durch das Handeln der Politik hingewiesen. Nun ist ein vorläufiger, weiterer negativer Höhepunkt erreicht: Der Berliner Polizeipräsident hatte – sicher nicht ohne sich beim SPD-Innensenator rückzuversichern -  eine für 29.8.2020 angemeldete Demonstration gegen die staatlichen Coronabeschränkungen verboten.

Begründung: Bei der Demonstration könnte gegen die staatlichen Regelungen verstossen werden. Das bedeutet: Bund und Länder erlassen Regelungen unterhalb der förmlichen Gesetze als Rechtsverordnungen und Verwaltungsakte (Allgemeinverfügungen). Darin werden Anordnungen und Verbote aufgestellt, wie z.B. Abstand halten, Masken tragen, Verbot grösserer, auch kultureller Veranstaltungen.Demonstrationen gegen dieses zum Teil unverhältnismässig rigide staatliche Handeln werden mit der Begründung verboten, gegen dieses könne verstossen werden.

In Deutschland, Österreich und in der Schweiz ist das normale Leben wieder angelaufen. Die  Politik und ihre Wortführer in der Coronakrise werden keine Zwischenbilanz ziehen. Sie fällt verheerend zu ihren Lasten aus.

Die Zahlen (Stand 9. Juni):

  • In der Deutschland gibt es 186.109 nachgewiesene Infektionen. 8695 Menschen sind gestorben, 169.556 gelten als genesen.
    Das heisst: Von 83,1 Mio. Einwohnern sind 0,01046 Prozent = 0,1046 Promille an Covid 19 gestorben. In Deutschland  sterben jährlich ca. 230.000 Menschen an Krebserkrankungen, an Herz-Kreislauferkrankungen ca. 345.000, an Krankheiten des Atmungssystems ca. 72.000. 2018 sind in Deutschland insgesamt 154.874 Menschen verstorben (Zahlen des Stat. Bundesamts).

Wie der Name COVID 19 sagt, brach die Pandemie in China schon Ende  2019 aus. Im Januar 2020 waren diese und die Infektionsgefahr in der ganzen Welt bekannt. Mitte Februar war in China der Höhepunkt erreicht. Die Bundesregierung und die Ministerpräsidenten in Deutschland und auch die Regierungen der anderen europäischen Staaten begingen nun ein sträfliches Versäumnis: Es wurden keine Masken und Atemschutzgeräte besorgt; es gab keinerlei Einreisbeschränkungen aus China. Untätigkeit weit herum.

Die später um unser aller Wohl ach so besorgten Politiker wie der bayerische Ministerpräsident, der österreichische Bundeskanzler und der deutsche Gesundheitsminister liessen alle Massenveranstaltungen zu; alle Bälle in Wien (z.B. Opernball mit über 5.000 Besuchern!), den Karneval  in Nordrhein Westphalen und die Fastnacht in Mainz. Nicht einmal  der Infektionsherd Ischgl wurde ernst genommen.

Corona – Die groben Versäumnisse der Politik, die Beschneidung demokratischer Rechte und das wirtschaftliche Desaster

In Deutschland und in anderen europäischen Ländern haben die Politiker das gesellschaftliche und das wirtschaftliche Leben weithin still gelegt. Der bayerische Ministerpräsident ist seiner Art entsprechend, vorgeprescht. Noch vor den Beratungen aller Ministerpräsidenten mit der Bundeskanzlerin am 22.3.2020 hat er schon ab 21.3.2020 0.00 Uhr nicht nur eine Kontaktsperre, sondern das stärkste Mittel, die Ausgangssperre verhängt. Die übrigen Ministerpräsidenten habe ihm in grosser Mehrheit  eine Abfuhr erteilt. Für sie sind Kontaktsperren gleichermassen nützlich.

Unsere These auf dieser Website war seit Jahren: Die Blase wird platzen!

Corona hat es nun leider bewirkt!

Wieder einmal wurden die luftigen Kommentare und Prognosen der Medienmenschen zu den Finanzmärkten schmerzhaft widerlegt. Die harte Realität hat ihre Geltung verlangt!

Bis das Corona-Virus in Italien als erstem europäischen Land zur Abschottung ganzer Regionen geführt hat, konnte man von „Anlageexperten“ Sprüche wie folgt hören:

  • Die Aktien und damit die Indices haben immer noch Spielraum nach oben.
  • Es gibt keine Anzeichen für eine Wirtschaft- oder Finanzkrise!
  • Immobilien sind in deutschen Metropolen, mit Ausnahme Münchens, im internationalen Vergleich immer noch günstig, also weiterhin kaufen!

Deutschland, so heisst es, ist ein reiches Land. Doch wie geht es dem „Normalverdiener“, der täglich zur Arbeit geht? Kann er sich mit seiner Arbeit Wohlstand schaffen oder gar reich werden?

Die nüchternen statistischen Zahlen des Jahres 2018 beweisen das Gegenteil:

Durchschnittliches Bruttomonatsgehalt aller Arbeitnehmer:  2948 €.

Abzüge Steuern und Sozialversicherungsbeiträge netto ca: 1911 €.

Abzüge also 35 %

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Durchschnittliches Bruttomonatsgehalt eines vollzeitbeschäftigten Arbeitnehmers: 3880 € und netto ca. 2.380 €.

Abzüge also ca. 39 %

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Jeder Dritte verdient brutto weniger als 2500 € brutto.

Das sind ca. 1675 netto.

Abzüge also ca. 33 %

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Noch klarer wird die Realität, wenn man „durchschnittliche“ Berufe betrachtet.

Das Eigentum ist ein elementares Grundrecht in einer freiheitlichen Wirtschaftsordnung. So steht es in Art. 26 Bundesverfassung der Schweiz und in Art. 14 Grundgesetz für die Deutschland sowie den Verfassungen der meisten Demokratien.

Dennoch muss man gerade heute zwei Fragen stellen:

  1. Können die Bürger, ihr Eigentum auch tatsächlich so zu nutzen wie sie wollen?
  2. Was nützt Eigentum wirklich, nämlich in Krisenzeiten der Wirtschaft und des Staates, also dann, wenn die Bürger es am dringendsten brauchen?

Was ist Eigentum im 21. Jahrhundert? Neben Immobilien, Bargeld und Wertpapieren sind es vor allem auch Ansprüche gegen die staatlichen Rentensysteme. Die Rentensysteme allerdings garantieren keine bestimmten, erdienten Beträge. Der Gesetzgeber kann sie jederzeit beliebig kürzen. Tatsächlich ist der Gesetzgeber der wahre Herrscher über das Eigentum seiner Bürger.

  1. Die weltweit grössten Unternehmen sind nicht in Deutschland

Die wertvollsten Unternehmen der Welt - Apple Microsoft, Amazon, Alphabet  (Google), Facebook  mit Marktkapitalisierungen zwischen 1,1 Bio € und 774 Mrd. € - sitzen nicht in Deutschland. Das kleine Irland ist für internationale Konzerne in Europa attraktiv. Das Schweizer Unternehmen Nestlé mit Sitz in Vevey steht immerhin auf Platz 12 der weltweit größten Unternehmen. Das größte deutsche Unternehmen SAP liegt weit abgeschlagen auf Platz 43. Siemens läuft unter ferner liefen auf Platz 80. Noch weiter hinten kommen Allianz und VW.

Weltunternehmen, die vor allem das Internet und damit die „virtuelle Welt“ für ihre Geschäfte nutzen und Daten aller Art sammeln und verwerten, gibt es in Deutschland und weitgehend auch in Europa nicht. Die „alte Welt“ ist also von der Produktion dieses wertvollen „Rohstoffs“ der neuen Zeit abgeschnitten. Geradezu hilflos wirkt der Vorschlag des deutschen Bundeswirtschaftsministers, Europa brauche eine eigene große Plattform. Dieser Zug ist für Europa längst abgefahren. Gäbe es Investoren für eine Plattform, so würden sie diese sicher nicht in Deutschland ansiedeln. Die Schweiz, Nordirland vielleicht noch einer der Benelux-Staaten wären viel besser geeignet.

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